Woche für das Leben vom 17. bis 24. April 2021

Geleitwort von Bischof Georg Bätzing und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm:

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Zuflucht meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? (Psalm 27,1)

Menschen erhalten die Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung – nicht nur während der Corona-Pandemie. Die Wirklichkeit von Krankheit und Sterben kann uns zu jeder Zeit einholen, sei es am Ende eines langen Lebens oder mitten im Alltag oder schon kurz nach der Geburt eines Kindes. Dann stellen sich für die Betroffenen viele Fragen: Habe ich Chancen, geheilt zu werden? … Ängste kommen auf. Menschen fürchten sich vor starken Schmerzen, vor Einsamkeit oder dem Verlust der Kontrolle über das eigene Leben. Auch ungelöste Fragen nach Sinn und Schuld oder dem »Danach« können in der Nähe des Todes bedrängend sein. Die Hospiz- und Palliativversorgung erkennt diese ganzheitliche Bedürftigkeit des Menschen am Ende seines Lebens an. Gerade dann, wenn keine Aussicht auf medizinischen Heilungserfolg mehr besteht, gibt sie die Patientinnen und Patienten nicht auf, sondern nimmt sie umfassend in ihren physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen ernst. Wer unheilbar krank ist, verdient die bestmögliche Fürsorge und Pflege. Als Kirchen ist es uns ein vorrangiges Anliegen, mit den vielen anderen Akteuren der Hospiz- und Palliativversorgung gemeinsam diese Verantwortung für Schwerkranke und Sterbende zu tragen und dabei deutlich zu machen, dass der Mensch in jeder Phase seines Lebens von Gott und von uns als Christinnen und Christen angenommen ist. Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen. Aus der Gottebenbildlichkeit des Menschen folgt für uns Christen seine unantastbare Würde, die uns verpflichtet, für den Schutz jedes menschlichen Lebens einzutreten. Dazu gehört es, Kranken und ihren Angehörigen in ihrer herausfordernden Situation beizustehen. Der christliche Glaube kann uns befähigen, ihnen dort eine verlässliche Hoffnung zuzusprechen, wo sie von existenziellem Leid umgeben sind und wo es allzu oft nur Sinnlosigkeit oder den Blick auf das Nichts zu geben scheint. Wir wissen: Gott ist mit uns. Im Angesicht des Todes sprechen wir von der Hoffnung auf Auferstehung, die aus dem Ostergeheimnis Jesu Christi erwächst und die allen Glaubenden geschenkt ist. Diese Perspektiven möchten wir stark machen und uns damit gerade auch vor dem Hintergrund der sich in Deutschland zur Zeit verändernden Gesetzeslage hinsichtlich des Lebensendes für eine menschenwürdige Antwort auf die Bedürfnisse von Schwerkranken und Sterbenden einsetzen. Manche Menschen sehnen sich angesichts eines schweren Leidens und von Einsamkeit nach dem Tod. Oft kehrt aber ihr Lebenswille zurück, sobald sie liebevoll umsorgt und ihre Schmerzen wirksam gelindert werden. Wir wollen deshalb noch konsequenter als bisher einen bedarfsgerechten Ausbau der palliativen und hospizlichen Begleitung sowie eine umfassende Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft fördern. Wir danken den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bereits haupt- oder ehrenamtlich in der Sterbebegleitung tätig sind. Sie leisten einen unersetzlichen Dienst der Nächstenliebe.

Weitere Infos: www.woche-fuer-das-leben.de

Weltgebetstag um geistliche Berufe am 25. April 2021

Herr Jesus Christus, immer wieder stehe ich vor der Herausforderung, mich entscheiden zu müssen. So viele Möglichkeiten stehen mir offen. Gibt es einen Auftrag für mein Leben, den ich entdecken und erfüllen kann? Gibt es eine konkrete Aufgabe, die mir für den heutigen Tag gestellt ist? So vieles scheint sinnvoll und gut. Wie finde ich in all dem das Richtige für mich? Was kann mir helfen, das zu wählen, was zu mir passt und was du von mir willst? Welche Richtung soll ich einschlagen?

Ich höre von Menschen in der Heiligen Schrift, die wussten, was sie zu tun haben. Von Maria, die dir zugehört hat und alles andere darüber vergessen konnte. Von ihrer Schwester, Marta, die in ihrer Arbeit ganz aufgegangen ist. Oder von den Aposteln, die alles stehen und liegen gelassen haben, um dir nachzufolgen. So eine Klarheit wünsche ich mir. Ich bitte dich: zeige mir, wie ich meine Fähigkeiten sinnvoll einsetzen kann. Lass mich erkennen, für wen ich da sein soll. Hilf mir, entsprechend zu handeln.

Ich vertraue darauf, dass du auch für mich eine Aufgabe hast, die nur mir gestellt ist. Ich weiß, dass du mir zur Seite stehst und mir die Kraft gibst, sie zu erfüllen. Hilf mir, dass ich durch meinen Glauben andere für deine frohe Botschaft begeistere. Stärke mich, damit ich durch meine Hoffnung Trost spende. Erfülle mich mit deiner Liebe, damit ich meinen Mitmenschen liebevoll begegne. Mach mich bereit, auf dein Wort zu hören und deine leise Stimme in meinem Alltag wahrzunehmen. Gib mir den Mut, darauf zu antworten und dir nachzufolgen. Andere warten darauf. Ich will für sie da sein, so wie du für mich da bist. Gib mir die Entschiedenheit, die ich dafür brauche. Dir soll mein Leben gehören. Und damit all jenen, zu denen du mich senden willst. Amen.

Jahresgebet, Zentrum für Berufungspastoral

verNETZt mit Gott – Kinder- und Familiengottesdienste

Karfreitag – Ostern

Liebe Kinder, liebe Familien! Am Karfreitag sind wir ein Stück des Kreuzweges mit Jesus gegangen. Der Karsamstag war ein „stiller“ Tag für die Kirche. In der Osternacht bzw. an Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu von den Toten.

Ihr findet die bisherigen (Video-)Gottesdienste im Menü (oben) unter „Gottesdienste/Liturgie“ bei „Kinder- und Familiengottesdienste“.

Heiliges Grab

In der Pfarrkirche „St. Michael“ in Remmeltshofen wurde dankenswerterweise wieder das „Heilige Grab“ aufgebaut.

Aus der Ortschronik:

Im Salbuch 1776 findet sich die Anmerkung: Anno 1778 ist von Josefa Harderin von Kadeltshofen ein hl. Grab gestiftet worden und anno 1779 haben wir von einem h.h. officio ordinariatus die Erlaubnis erhalten, in solches das Sanctissimum in monstrantia aussetzen zu dürfen.

Pfarrkurat Munding berichtet zum Jahre 1921:

In den Karwochentagen erstrahle das hl. Grab in elektrischem Lichtglanze, das Geld wurde vom Ortspfarrer zusammengettelt.

Das restaurierte heilige Grab in St. Martin, Pfaffenhofen