Aschermittwoch – Fastenzeit

Mut zum Kreuz

Das Aschekreuz kann man nicht weichspülen oder sich geschmeidig reden. Asche ist Asche. Und wir reden ja auch gar nicht drum herum. Die Worte sind ganz direkt: „Denk dran: Du bist Staub. Und du wirst wieder Staub.“ Das muss man sich erst einmal anhören mögen. Wer immer du auch bist, was immer du dir auch einbildest, was auch immer dich besonders auszeichnen mag, was auch immer du glaubst anderen voraus zu haben: Staub bist du. Staub wirst du. Das ist eine krasse Ansage. Sie stimmt. Das wissen wir alle. Meistens wollen wir das nicht wahrhaben. Am Aschermittwoch muten wir uns diese Wahrheit ausdrücklich zu. Dazu gehört Mut. Es ist nicht nur Asche, sondern auch Kreuz. Das Kreuz ist in unserer Gesellschaft überwiegend zum Zeichen des Todes geworden: die Friedhöfe sind voll davon. Das Kreuz ist auch Zeichen von Leid und Not. Und wir tun uns heute dieses Zeichen freiwillig an. Wer freiwillig ein Kreuz trägt, der solidarisiert sich mit allen, denen zwangsweise ein Kreuz auferlegt ist. Wer freiwillig ein Kreuz trägt, der verbündet sich mit denen, die unfreiwillig Leid und Not zu tragen haben. Auch dazu gehört Mut. Und jetzt frage ich mal: Wie werden Sie das am Ende dieses Gottesdienstes machen? Werden Sie rausgehen und irgendwie klammheimlich das Aschekreuz von der Stirn wischen? Damit man es draußen auf der Straße nicht so deutlich sieht? Oder werden Sie es tatsächlich öffentlich tragen? Dazu gehört Mut.

Monsignore Bernd Winter

Gebetsanliegen des Papstes

Jeden Monat werden über das „Weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes“ Gebetsanliegen des Papstes veröffentlicht. Im Monat Februar sind wir eingeladen, verbunden mit der weltweiten Kirche besonders folgendes Anliegen im Gebet vor den Herrn zu bringen:

Beten wir für die Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, damit sie von der Gesellschaft geschützt und ihre Leiden ernst genommen und angehört werden.