St. Martin in Pfaffenhofen

In unserer Pfarrkirche St. Martin wurden im Rahmen des zweiten Bauabschnitts vor Weihnachten zwei neue Elemente angebracht:

Gebets- und Gedenkort

Neben der Darstellung der heiligen Elisabeth ist ein Gebets- und Gedenkort geschaffen worden. Die Gläubigen sollen hier eingeladen werden, im Blick auf das Gemeindeleben innezuhalten, für die Ausbreitung des Evangeliums bzw. für die Menschen, an die hier erinnert wird, zu beten. Zwei biblische Aussagen deuten diesen Ort:

Ihr seid Kinder des Lichts (1 Thessalonicherbrief 5,5): Worte, Bilder, Gedanken, die vom Gemeindeleben erzählen, sollen hier ihren Platz finden (Taufe, Erstkommunionvorbereitung, Firmvorbereitung, Momente des Gemeindelebens, …)

Unsere Heimat ist im Himmel (Philipperbrief 3,20): Bilder der Verstorbenen aus unserer Pfarrgemeinde werden hier ihren Platz finden. Wir vertrauen sie der Barmherzigkeit Gottes an und hoffen, dass sie durch Gottes Gnade die ewige Heimat im Himmel finden.

Der Osterbehang

Bildhauer Friedrich Koller hat nun den Osterbehang für den Ostchor gestaltet. Vom Hautschiff aus gesehen geht der Blick am Kreuz vorbei zum angedeuteten Fenster. Am Abschluss des Kirchenraums gibt es eine Öffnung. Sie erinnert an unseren österlichen Glauben: durch das Kreuz zum Leben. Wir Christen hoffen, dass wir auch im Tod Jesus folgen, dass er uns durch den Tod zum neuen Leben führt, dass er einmal alles vollenden wird. Diese österliche Aussicht will das Osterfenster vermitteln.

Am Altar unter dem Kreuz wird in diesem Sinne gefeiert und verkündet: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“

Auf dem Behang ist zudem das Lamm Gottes zu sehen. In jeder Heiligen Messe hören wir die Worte: „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.“ Jesus Christus ist das Osterlamm, das sich am Kreuz für uns geopfert hat, das den Tod besiegt hat. Er ist der Sieger über Sünde und Tod, er ist unsere Hoffnung im Leben und im Tod.

So dürfen wir voll Hoffnung auf den Altar, das Kreuz und das „österliche Fenster“ blicken bzw. unseren Glauben feiern.